
Eine Bürgeranregung aus dem Jahr 2025 könnte schon bald zu mehr Sicherheit auf der Jahnstraße führen. Damals war angeregt worden, im Bereich Paulstraße/Zum Stadion eine sichere Querungsmöglichkeit für Fußgänger zu schaffen. Die Verwaltung hat die Situation inzwischen umfassend untersucht und legt dem Bau- und Verkehrsausschuss nun konkrete Vorschläge zur Entscheidung vor.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie insbesondere Schulkinder, Senioren, Menschen mit Einschränkungen und andere Fußgänger die stark frequentierte Straße künftig sicherer überqueren können.
Viele Fußgänger unterwegs
Auslöser der Anregung war die Beobachtung, dass zahlreiche Menschen die Jahnstraße an dieser Stelle queren. Die Verwaltung ließ daraufhin Verkehrserhebungen durchführen und die Situation bewerten.
Dabei zeigte sich, dass die Straße täglich von mehreren Hundert Personen überquert wird. Besonders stark genutzt wird der südliche Bereich der Kreuzung. Zwar ergaben die Untersuchungen keinen zwingenden Handlungsbedarf nach den geltenden Richtlinien, dennoch sieht die Verwaltung aufgrund der besonderen Nutzergruppen Verbesserungsbedarf.
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Lage auf einer Schulwegachse, die Nähe zum Versorgungszentrum Langfort sowie der unmittelbar benachbarte DRK-Treffpunkt Lebenslust. Dadurch sind regelmäßig Kinder, ältere Menschen und andere besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer unterwegs.
Mehrere Varianten geprüft
Die Verwaltung hat verschiedene Möglichkeiten untersucht, um die Querungssituation sicherer zu gestalten.
Eine Variante sah eine Mittelinsel in der Fahrbahn vor. Dafür müsste die Straße jedoch verbreitert und teilweise verschwenkt werden. Zudem wären Änderungen an der Entwässerung erforderlich, die Fahrbahn müsste saniert werden und ein Baum im Kreuzungsbereich würde entfallen. Die Kosten werden auf rund 80.000 Euro geschätzt.
Ebenfalls betrachtet wurde eine Fahrbahneinengung. Diese Lösung wurde jedoch verworfen, weil dadurch im Kreuzungsbereich unübersichtliche Verkehrssituationen entstehen könnten.

Zebrastreifen ist Favorit
Als beste Lösung empfiehlt die Verwaltung die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs (Zebrastreifen) im südlichen Bereich der Kreuzung.
Da sich unmittelbar daneben die Bushaltestelle Paulstraße befindet, sind zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Geplant ist unter anderem eine bauliche Trennung, damit Fahrzeuge keinen haltenden Bus überholen können. Außerdem muss eine normgerechte Beleuchtung installiert werden.
Trotz dieser Zusatzmaßnahmen fällt der bauliche Aufwand deutlich geringer aus als bei einer Mittelinsel. Die Kosten werden auf rund 45.000 Euro beziffert.
Umsetzung frühestens 2027
Der Bau- und Verkehrsausschuss soll die Verwaltung in seiner kommenden Sitzung beauftragen, die Planung für den Zebrastreifen weiterzuverfolgen. Da die notwendigen Finanzmittel im laufenden Haushalt nicht zur Verfügung stehen, soll die Maßnahme in die Haushaltsplanung 2027 aufgenommen werden.
Sollte der Ausschuss zustimmen, könnte damit ein seit Jahren diskutiertes Projekt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an der Jahnstraße einen entscheidenden Schritt vorankommen. Besonders Schulkinder, Senioren und andere Fußgänger würden von einer sicheren Querungsmöglichkeit profitieren.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: KI generiertes Bild
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