
Langenfeld will den Ausbau der Elektromobilität zügig fortsetzen. In der kommenden Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am 11. Juni soll beschlossen werden, die Verwaltung mit der Erstellung eines neuen Elektromobilitätskonzeptes für die öffentliche Ladeinfrastruktur zu beauftragen. Die endgültige Entscheidung trifft anschließend der Rat der Stadt.
Erfolgreicher Ausbau soll fortgesetzt werden
Bereits im Jahr 2023 hatte der Rat ein erstes Elektromobilitätskonzept verabschiedet. Seitdem wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Insgesamt entstanden beziehungsweise entstehen an 41 Standorten rund 122 öffentliche Ladepunkte. Hinzu kommen weitere Lademöglichkeiten auf städtischen Parkflächen, unter anderem am Rathaus und am Kulturzentrum. Der Ausbau der ersten Stufe soll bis Ende Juni 2026 abgeschlossen sein.
Nach Angaben der Verwaltung konnten die ursprünglich für das Jahr 2025 prognostizierten Bedarfe nahezu vollständig erfüllt werden. Rund 160 AC-Ladepunkte wurden bereits realisiert, ergänzt durch weitere Ladeangebote auf privaten, aber öffentlich zugänglichen Flächen.
Zahl der E-Fahrzeuge wächst kontinuierlich
Die Entwicklung der Elektromobilität in Langenfeld schreitet weiter voran. Anfang 2025 waren bereits 5.026 Elektrofahrzeuge in der Stadt zugelassen, davon 2.648 Fahrzeuge mit externer Lademöglichkeit. Die tatsächliche Entwicklung bewegt sich damit im Rahmen der bisherigen Prognosen.
Für die kommenden Jahre erwartet die Verwaltung jedoch einen deutlich steigenden Bedarf an Ladeinfrastruktur. Bis 2030 werden zusätzliche Ladepunkte benötigt, um mit dem Wachstum der Elektromobilität Schritt zu halten. Daher soll nun ein aktualisiertes Konzept die Grundlage für die nächsten Ausbauschritte schaffen.
Strategische Planung für die Zukunft
Das neue Konzept soll aktuelle Fahrzeugzahlen, reale Nutzungsdaten der bestehenden Ladesäulen sowie technische Entwicklungen berücksichtigen. Auch neue Anforderungen durch den Schwerlastverkehr, moderne Batterietechnologien und künftige gesetzliche Vorgaben sollen in die Planungen einfließen.
Ziel ist es, den Ausbau der Ladeinfrastruktur weiterhin gezielt zu steuern und eine ausgewogene Versorgung im gesamten Stadtgebiet sicherzustellen. Die Verwaltung sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende und zur nachhaltigen Stadtentwicklung.
Förderung soll Kosten deutlich senken
Für die Erstellung des neuen Konzeptes sollen im Haushalt 2027 insgesamt 100.000 Euro eingeplant werden. Gleichzeitig möchte die Stadt Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen beantragen. Nach Angaben der Verwaltung können bis zu 90 Prozent der Kosten, maximal jedoch 70.000 Euro, gefördert werden.
Mit dem geplanten Beschluss würde Langenfeld seinen bereits eingeschlagenen Kurs fortsetzen und den Ausbau einer modernen mobilen Verkehrsinfrastruktur frühzeitig auf die Anforderungen der kommenden Jahre ausrichten.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de – mit KI-bearbeitet
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