
Wer in Langenfeld mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat es vielleicht schon bemerkt: An verschiedenen Radwegen und Gehwegen sind in den vergangenen Monaten Poller, Drängelgitter und andere Sperren verschwunden. Hintergrund ist ein Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen, der mehr Sicherheit für Radfahrer schaffen soll.
Wie aus den aktuellen Sitzungsunterlagen hervorgeht, wird die Stadtverwaltung den Bau- und Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am 11. Juni über den Stand der Umsetzung informieren.
Warum werden Poller entfernt?
Viele Poller und Umlaufsperren wurden ursprünglich aufgestellt, um Autos von Rad- und Gehwegen fernzuhalten. Nach Auffassung des Landes können diese Hindernisse jedoch selbst zur Gefahr werden. Vor allem bei Dunkelheit oder schlechter Sicht kommt es immer wieder zu Unfällen. Zudem erschweren viele Sperren die Nutzung durch Lastenräder, Fahrräder mit Anhängern oder spezielle Fahrräder für Menschen mit Behinderungen.
Deshalb sollen solche Hindernisse möglichst entfernt oder durch andere Lösungen ersetzt werden.

Zahlreiche Standorte bereits umgebaut
Nach Angaben der Verwaltung wurden bereits an vielen Stellen im Stadtgebiet Veränderungen vorgenommen. Betroffen sind unter anderem die Ricarda-Huch-Straße, Zum Blockbach, die Wupperstraße, die Knipprather Straße, die Marienstraße, die Luisenstraße, der Lilienthalweg sowie weitere Wege und Verbindungen im Stadtgebiet.
Die Sitzungsunterlagen enthalten zahlreiche Vorher-Nachher-Fotos. Sie zeigen, dass vielerorts Poller und Umlaufsperren entfernt wurden, um Radfahrern mehr Platz und eine sicherere Durchfahrt zu ermöglichen.
Nicht jede Sperre kann verschwinden
Ganz ohne Einschränkungen geht es allerdings nicht. Die Verwaltung weist darauf hin, dass viele Poller bislang verhindert haben, dass Autos unerlaubt auf Rad- und Gehwege fahren. Deshalb werde jeder Standort einzeln geprüft.
An der Verbindung zwischen Platanenstraße und Knipprather Straße wurden Poller und Umlaufsperren bereits entfernt. Anschließend beobachtete die Stadt die Verkehrssituation. Dabei zeigte sich, dass es dort zu Konflikten zwischen Radfahrern und Autofahrern kommen kann. Deshalb soll an dieser Stelle nun eine neue Lösung umgesetzt werden, die den Vorgaben des Landes entspricht und gleichzeitig die Verkehrssicherheit gewährleistet.
Weitere Arbeiten geplant
Die Stadt will die Überprüfung weiterer Standorte fortsetzen. Nach Angaben der Verwaltung können die Arbeiten inzwischen schneller vorangetrieben werden, weil mehr Personal zur Verfügung steht.
Der Bericht macht deutlich, dass Langenfeld die Vorgaben des Landes Schritt für Schritt umsetzt. Ziel ist es, Radwege sicherer, barriereärmer und für alle Nutzer besser befahrbar zu machen, ohne dabei die notwendige Verkehrslenkung aus den Augen zu verlieren.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: KI generiertes Bild
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