
Feuerwehr kostet Geld. Viel Geld sogar. Doch wahrscheinlich gibt es kaum einen Bereich, bei dem Bürger im Ernstfall so unmittelbar merken, wie wichtig eine gute Ausstattung, genügend Personal und moderne Fahrzeuge sind. Bei einem Brand, schweren Unfall oder medizinischen Notfall kann schließlich jede Minute zählen. Langenfeld will deshalb in den kommenden Jahren kräftig in Feuerwehr und Rettungsdienst investieren.
Zwölf Feuerwehrfahrzeuge müssen ersetzt werden
Allein zwölf Fahrzeuge stehen zur Ersatzbeschaffung an. Die dafür benötigten Mittel sind nach Angaben der Stadt bereits in den Haushalten berücksichtigt. Aber billig ist moderne Feuerwehrtechnik nicht. Eine neue Drehleiter kostet knapp eine Million Euro, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug zwischen 600.000 und 800.000 Euro. Für einen Rettungswagen werden inzwischen etwa 440.000 bis 480.000 Euro fällig.
Investiert werden soll aber nicht nur in Fahrzeuge. Auch an der Hauptfeuer- und Rettungswache besteht Modernisierungsbedarf. Hinzu kommen Verbesserungen bei Werkstätten sowie für Kinder- und Jugendfeuerwehr und auch das hauptamtliche Personal soll verstärkt werden.

Manche „Baustellen“ sind schon länger bekannt
Ganz neu sind die Probleme allerdings nicht. Die Verwaltung stellte deshalb im Sozialausschuss ausdrücklich fest, dass der neue Brandschutzbedarfsplan Themen aufgreift, die bereits im Brandschutzbedarfsplan 2021 enthalten waren, aber bislang nicht umgesetzt wurden. Hier wird die Politik also genau hinschauen müssen: Was ist noch offen, warum wurde es bislang nicht umgesetzt und wie schnell lässt sich der Rückstand jetzt aufholen?
Gemeinsam einkaufen und Geld sparen
Beim Rettungsdienst versucht Langenfeld zugleich, wirtschaftlich vorzugehen. Gemeinsam mit Erkrath werden neue Rettungswagen beschafft. Nach der vom Kreis Mettmann genehmigten Vereinbarung sind acht RTW für Langenfeld und fünf für Erkrath vorgesehen. Durch gemeinsame Ausschreibung, technische Abnahme und teilweise gemeinsame Nutzung von Reservefahrzeugen sollen Aufwand und Kosten reduziert werden. Darüber hatten wir berichtet.
Das passt auch zum Ausbau des Rettungsdienstes: denn seit dem 1. Juli startet von der neuen Rettungswache Ost in Wiescheid bereits ein Rettungswagen rund um die Uhr. Ein weiterer soll voraussichtlich ab September täglich zwölf Stunden zur Verfügung stehen.
Gut gerüstet für den Tag X
Natürlich muss auch bei Feuerwehr und Rettungsdienst auf die Kosten geschaut werden. Notwendige Ausstattung aufzuschieben, kann jedoch am falschen Ende gespart sein. Denn Feuerwehr und Rettungskräfte sind Einrichtungen, von denen jeder hofft, sie möglichst selten zu benötigen.
Wenn es aber doch passiert, möchte wohl jeder, dass schnell genügend Helfer vor Ort sind, mit Fahrzeugen und Technik, auf die sie sich verlassen können. Gerade deshalb sollte Langenfeld die seit Jahren bekannten Defizite jetzt konsequent abarbeiten.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de
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