Schulausschuss soll über Besuch und weitere Prüfungen entscheiden

PRIMUS-Schule im Blick: Langenfeld prüft neues Schulmodell

Gibt es bald eine neue Schulform in Langenfeld? Die Fraktionen von BGL, Bündnis 90/Die Grünen und SPD haben gleich zwei Anträge zur sogenannten PRIMUS-Schule eingebracht. Zum einen soll eine Delegation aus Politik und Verwaltung eine Schule dieses Typs in Nordrhein-Westfalen besuchen. Zum anderen wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen, wo eine solche Schule in Langenfeld überhaupt entstehen könnte. Über beide Vorstöße wird am 5. Mai im Schulausschuss beraten und entschieden.

Geplanter Schulbesuch: Einblick in die Praxis

Der geplante Besuch soll einen praxisnahen Einblick ermöglichen: Gespräche mit Schulleitung und Lehrkräften, Eindrücke aus dem Unterricht und ein Blick auf Organisation und Gebäude. Im Anschluss soll bewertet werden, ob das Modell grundsätzlich für Langenfeld geeignet ist.

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Standortfrage: Wo könnte eine PRIMUS-Schule entstehen?

Parallel dazu geht der zweite Antrag bereits einen Schritt weiter: Die Verwaltung soll konkret prüfen, welche Standorte im Stadtgebiet für eine dreizügige PRIMUS-Schule (Klassen 1 bis 10) infrage kommen. Im Fokus stehen dabei unter anderem bestehende Schulstandorte wie an der Fröbelstraße und am Fahler Weg, aber auch mögliche Neubauflächen. Zusätzlich sollen Aspekte wie Verkehrsanbindung, Fördermittel und eine schrittweise Umsetzung untersucht werden.

Was ist eine PRIMUS-Schule?

PRIMUS-Schulen sind ein vergleichsweise junges Modell in Nordrhein-Westfalen, das seit etwa 2013 erprobt wird. Ihr zentrales Merkmal ist das längere gemeinsame Lernen von Klasse 1 bis 10. Kinder wechseln also nicht nach der vierten Klasse, sondern bleiben in einem durchgehenden System. Statt früher Aufteilung setzt das Konzept auf individuelle Förderung, flexible Lernformen und mehr Zeit für die Entwicklung jedes einzelnen Kindes.

Chancen, Risiken und Kritik

Befürworter sehen darin eine Chance für mehr Chancengerechtigkeit und weniger Leistungsdruck. Kritiker warnen hingegen, dass leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zu wenig gefordert werden könnten und das allgemeine Leistungsniveau sinkt. Eine eindeutige Bewertung gibt es bislang nicht, da das Modell noch relativ neu ist und bisher nur an wenigen Standorten umgesetzt worden ist.

 

 

Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de


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