
Soll Langenfeld künftig ein eigenes Kfz-Kennzeichen erhalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Rat in seiner Sitzung am 23. Juni. Anlass sind gleich zwei Anträge aus der Kommunalpolitik. Während die FDP das Kürzel „LGF“ ins Spiel bringt, schlägt die AfD „LAF“ vor. Beide Kennzeichen sollen freiwillig nutzbar sein und das bisherige „ME“ ergänzen, nicht ersetzen.
Mehr Identifikation mit der Stadt
Die Befürworter versprechen sich von einem eigenen Kennzeichen vor allem mehr Heimatverbundenheit und ein stärkeres Profil für die Stadt. Die FDP sieht darin zudem ein Instrument für das Standortmarketing und verweist auf erfolgreiche Beispiele anderer Städte.
Auch die AfD hält ein eigenes Kennzeichen für identitätsstiftend. Sie fordert jedoch zunächst eine Prüfung möglicher Kosten und eine Befragung der Bürger, um das tatsächliche Interesse zu ermitteln.
Entscheidung liegt nicht in Langenfeld
Ob „LGF“ oder „LAF“ überhaupt eingeführt werden kann, entscheidet allerdings nicht die Stadt. Die Vergabe von Kfz-Kennzeichen ist bundesrechtlich geregelt. Dafür müsste zunächst die Fahrzeug-Zulassungsverordnung geändert werden. Erst dann könnten Städte wie Langenfeld ein eigenes Kennzeichen beantragen.
Vorläufig bleibt es bei „ME“
Die Diskussion dürfte daher zunächst vor allem symbolischen Charakter haben. Ein eigenes Kennzeichen wäre frühestens nach einer entsprechenden Gesetzesänderung möglich. Bis dahin fahren Langenfelder Autofahrer weiterhin mit dem Kürzel „ME“ durch die Region.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de
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