
Langenfeld möchte künftig offiziell „Fairtrade-Town“ sein. Bürgermeister Gerold Wenzens unterstützt die Initiative. Ziel ist es, fair gehandelte Produkte stärker ins Bewusstsein zu rücken und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für Produzenten in Ländern des Globalen Südens zu unterstützen.
Was muss Langenfeld dafür tun?
Der Titel wird von Fairtrade Deutschland vergeben. Dafür muss die Stadt fünf Kriterien erfüllen. Dazu gehören ein entsprechender Ratsbeschluss und eine Steuerungsgruppe, in der Verwaltung beziehungsweise Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vertreten sind.
Außerdem müssen – abhängig von der Einwohnerzahl – genügend Geschäfte und Gastronomiebetriebe mindestens zwei Fairtrade-Produkte anbieten. Auch mindestens eine Schule, ein Verein und eine Kirchengemeinde müssen sich beteiligen. Hinzu kommt Öffentlichkeitsarbeit, mit der das Engagement für fairen Handel bekannt gemacht wird.
Die Stadt selbst nennt bereits Schulen, Vereine sowie Unternehmen aus Einzelhandel und Gastronomie als wichtige Partner.
Mitstreiter werden gesucht
Wer sich beteiligen möchte, kann am Mittwoch, 23. September, um 19 Uhr zu einer Auftaktveranstaltung in den Bürgersaal des Rathauses kommen. Eingeladen sind Unternehmen, Vereine, Schulen, Institutionen und Bürger. Dort soll auch eine Steuerungsgruppe auf den Weg gebracht werden.
Parallel informiert vom 11. bis 25. September eine Ausstellung im Rathaus über Fairtrade.

Monheim ist schon seit 2014 dabei
Neuland ist die Initiative in der Region nicht. Die unmittelbare Nachbarstadt Monheim am Rhein ist bereits seit 2014 Fairtrade-Town und war damals die 261. ausgezeichnete Kommune Deutschlands.
Auch Erkrath, Ratingen, Düsseldorf und Leverkusen tragen den Titel. Langenfeld würde damit also zu einer Reihe von Städten in der Region aufschließen, die die Fairtrade-Kriterien bereits erfüllen.
Die Teilnahme an der Kampagne selbst ist kostenlos. Kosten können der Stadt allerdings durch eigene Aktionen, Informationsmaterial oder beispielsweise Hinweisschilder entstehen.
Ob Langenfeld die Auszeichnung erhält, hängt nun vor allem davon ab, ob es gelingt, genügend Mitstreiter aus Handel, Gastronomie und Stadtgesellschaft zu gewinnen. Genau dafür soll die Auftaktveranstaltung am 23. September den Startschuss geben.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de
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