
Unübersichtliche Darstellung
Wer in Langenfeld an einem heißen Sommertag schnell einen schattigen oder kühlen Aufenthaltsort sucht, dürfte von der neuen „Kühle-Orte“-Karte des Kreises Mettmann enttäuscht sein. Statt einer einfachen Orientierung erwartet die Nutzer ein unübersichtliches Sammelsurium aus Symbolen, Farben und Markierungen.

Bereits auf dem Computer wirkt die Karte überladen. Auf dem Smartphone wird die Bedienung noch schwieriger. Viele Einträge liegen übereinander und lassen sich erst nach mehrfachem Zoomen und Verschieben der Karte erkennen.
Was ist eigentlich ein „kühler Ort“?
Hinzu kommt die fragwürdige Auswahl der „kühlen Orte“. Offenbar wird selbst jede Parkbank unter einem Baum erfasst. Doch eine Bank ist nicht automatisch ein geeigneter Zufluchtsort bei extremer Hitze. Je nach Tageszeit kann sie längst in der prallen Sonne liegen. Entscheidend wären vielmehr verlässliche Informationen: Gibt es dauerhaft Schatten, Trinkwasser, Sitzgelegenheiten oder eine Toilette?
Zu viele Daten, zu wenig Orientierung
Genau diese Frage beantwortet die Karte nicht auf einen Blick. Stattdessen müssen Nutzer zahlreiche Symbole entschlüsseln und einzelne Markierungen anklicken. Aus einer eigentlich sinnvollen Idee wird so eine digitale Suchaufgabe.
Für Langenfeld wäre eine deutlich einfachere Lösung hilfreicher: eine übersichtliche Liste mit wenigen, tatsächlich geeigneten Anlaufstellen – ergänzt um Anschrift, Öffnungszeiten, Barrierefreiheit sowie Angaben zu Trinkwasser, Toiletten und Sitzmöglichkeiten.

Gut gemeint, aber kaum hilfreich
Die Karte des Kreises Mettmann ist sicherlich gut gemeint. In ihrer jetzigen Form bietet sie jedoch vor allem viele Daten, aber kaum Orientierung. Wer bei großer Hitze schnelle Hilfe sucht, braucht klare Informationen – keine digitale Schnitzeljagd.
Quelle: Kreis Mettmann
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de – KI generiertes Bild
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