
Im Rahmen eines landesweiten Aktionstages gegen Problemimmobilien und zweifelhafte Mietverhältnisse haben die Mitgliedskommunen der „GeKo“ Rhein-Wupper am Donnerstag umfangreiche Kontrollen durchgeführt. Auch in Langenfeld rückten Mitarbeitende verschiedener Behörden gemeinsam aus – mit einem aufschlussreichen Ergebnis.
Zwei Gebäude im Fokus der Kontrolle
Bereits in den frühen Morgenstunden überprüften Beschäftigte des Ordnungsamtes, der Bauaufsicht und der Polizei zwei Wohnhäuser in der Langenfelder Innenstadt. Hintergrund waren Hinweise sowie eigene Ermittlungen, die auf bauliche Mängel und Unstimmigkeiten bei den Meldeverhältnissen schließen ließen. Die Kontrollen bestätigten den Verdacht: Die Einsatzkräfte stießen auf eine Reihe gravierender Verstöße gegen baurechtliche Vorschriften.
Versperrte Fluchtwege und Schwarzbau entdeckt
Zu den festgestellten Mängeln zählten blockierte Rettungswege, beschädigte Fluchttüren, fehlende Sicherheitseinrichtungen sowie teils bedenkliche Elektroinstallationen. Besonders ins Auge fiel den Kontrolleuren ein vollständig ungenehmigter Anbau auf einem Balkon. Die Bauaufsicht wird nun prüfen, ob dieser nachträglich genehmigt werden kann oder wieder entfernt werden muss. Für die festgestellten Verstöße werden Bußgeldverfahren eingeleitet.
Auch Verstöße gegen das Melderecht
Neben den baulichen Mängeln wurden auch sechs Verstöße gegen das Melderecht festgestellt. Darüber hinaus registrierten die Behörden einen Verstoß gegen die erst kürzlich vom Stadtrat beschlossene Pflicht zur Kennzeichnung von Wohnungen. Nach ersten Schätzungen könnten allein die in Langenfeld festgestellten Verstöße Bußgelder im vier- bis fünfstelligen Euro-Bereich nach sich ziehen.
Schutz für Mieter und konsequentes Vorgehen
Nach Einschätzung der Stadt zeigen die Ergebnisse, dass regelmäßige Kontrollen auch dort notwendig sind, wo es keine großflächigen Problemimmobilien gibt. Gerade fehlerhafte oder bewusst falsche Meldungen könnten Grundlage für missbräuchliche Sozialleistungsbezüge sein und müssten deshalb konsequent verfolgt werden.
bearb. GT
Quelle und Foto: Stadt Langenfeld
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