
Die Rutschsicherheit des Gehwegs auf der Brücke Brandsackerstraße wird den Bau- und Verkehrsausschuss in seiner kommenden Sitzung beschäftigen. Hintergrund ist ein Antrag der CDU-Fraktion aus dem Februar, die den teilweise rutschigen Gehweg in Fahrtrichtung Heckenstraße durch einen rutschhemmenden Belag oder eine vergleichbare Lösung sicherer machen wollte. Die Verwaltung hat den Antrag geprüft und legt nun eine Beschlussvorlage vor. Darin wird empfohlen, auf eine sofortige Einzelmaßnahme zu verzichten und die Verbesserung stattdessen im Zuge der ohnehin geplanten Brückensanierung umzusetzen.
Nach Angaben der Verwaltung wurden insgesamt 13 Fachfirmen um Vorschläge gebeten. Drei Unternehmen gaben schließlich Angebote ab. Die Kosten für eine separate Nachrüstung des Gehwegs würden sich demnach auf rund 14.000 bis 25.000 Euro belaufen. Ursache dafür sind aufwendige Arbeiten wie Sandstrahlen, Korrosionsschutzmaßnahmen und das Aufbringen spezieller Beschichtungen. Eine Ausführung durch den städtischen Bauhof sei aufgrund fehlender technischer Voraussetzungen nicht möglich.

Geringes Fußgängeraufkommen als weiteres Argument
In ihrer Bewertung verweist die Verwaltung zudem darauf, dass die Brücke Brandsackerstraße vor allem als Wirtschaftsweg genutzt werde und das Fußgängeraufkommen vergleichsweise gering sei. Wer östlich der Bahntrasse unterwegs sei, nutze häufig die näher an der Wohnbebauung gelegene und breiter ausgebaute Unterführung an der Treibstraße. Deshalb werde der Gehweg auf der Brücke nur selten von Fußgängern genutzt.
Synergieeffekte statt Doppelaufwand
Entscheidend für die Empfehlung der Verwaltung ist jedoch die wirtschaftliche Betrachtung. Für die Brücken Brandsackerstraße und Knochenberg sollen ohnehin in absehbarer Zeit Sanierungskonzepte erarbeitet werden, nachdem bei den Bauwerksprüfungen Schäden festgestellt wurden. Aus Sicht der Verwaltung wäre es daher sinnvoller, die Verbesserung der Rutschsicherheit direkt in die spätere Gesamtsanierung einzubinden. Dadurch könnten Arbeiten wie Baustelleneinrichtung, Oberflächenvorbereitung, Korrosionsschutz und Beschichtungsarbeiten gebündelt werden. Eine vorgezogene Einzelmaßnahme würde nach Einschätzung der Verwaltung möglicherweise zu unnötigem Doppelaufwand führen, weil einzelne Arbeitsschritte später erneut durchgeführt werden müssten.
Warnschilder bis zur Sanierung
Bis zur Umsetzung der Brückensanierung schlägt die Verwaltung vor, die Situation durch eine geeignete Warnbeschilderung zu entschärfen. Denkbar sei beispielsweise ein Hinweis auf mögliche Rutschgefahr. Über diesen Vorschlag soll der Bau- und Verkehrsausschuss am 11. Juni entscheiden.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de
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