Alle 38 Minuten krachte es 2025 auf den Straßen im Kreis

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Mettmann ist im Jahr 2025 leicht gestiegen. Insgesamt registrierte die Kreispolizeibehörde 14.014 Unfälle – ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig ist dabei die Entwicklung bei Unfällen unter Beteiligung von Kindern, Jugendlichen sowie Seniorinnen und Senioren.

 

Die Zahlen stellte die Kreispolizeibehörde am Mittwoch (11. März 2026) im Rahmen einer Pressekonferenz vor. Präsentiert wurde die Bilanz von Landrätin Dr. Bettina Warnecke, dem Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Mettmann, Holger Schepanski, sowie dem Leiter des Verkehrsdienstes, Thomas Obst.

 

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Alle 38 Minuten ein Verkehrsunfall im Kreis

Rein statistisch betrachtet ereignete sich im vergangenen Jahr etwa alle 38 Minuten ein Verkehrsunfall auf den Straßen im Kreis Mettmann. Als einen zentralen Grund für den Anstieg nennt die Polizei die zunehmende Mobilität der Menschen.

 

„Diesen leichten Anstieg führen wir auf ein generell steigendes Verkehrsaufkommen im Kreis Mettmann zurück“, erklärt Landrätin Dr. Bettina Warnecke. „Es sind insgesamt mehr Menschen auf unseren Straßen unterwegs: So werden beispielsweise Jugendliche und selbst Kinder immer mobiler – etwa mit dem E-Scooter. Und die Menschen nehmen länger aktiv am Straßenverkehr teil, zum Teil bis ins hohe Alter via Pedelec“, so die Landrätin weiter.

 

Auch größere Verkehrsbeeinträchtigungen im überregionalen Straßennetz hätten Auswirkungen auf den Verkehr im Kreis gehabt. So führten die Sperrung auf der A 59 sowie die Baustelle auf der A 3 am Hildener Kreuz zu einer spürbaren Mehrbelastung im innerstädtischen Verkehr, insbesondere im Süden des Kreises.

 

„All das führt dazu, dass wir insgesamt einen leichten Anstieg bei den Unfallzahlen verzeichnen. Die positive Nachricht aber ist: Bei den allermeisten Unfällen bleibt es bei einem Blech- oder Sachschaden“, so Dr. Bettina Warnecke.

 

Rund zehn Prozent aller registrierten Unfälle endeten mit Personenschäden.

 

Mehr Unfälle auf Zweirädern und E-Scootern

Sorge bereitet der Polizei weiterhin die Entwicklung bei Unfällen mit Zweirädern, insbesondere mit Pedelecs. Hier zeigt die Statistik erneut steigende Zahlen.

 

„Insbesondere so genannte Alleinunfälle, also solche Unfälle, bei denen vor allem Seniorinnen und Senioren ohne Fremdeinwirkung mit ihrem Pedelec stürzen, schlagen hier ins Kontor der Unfallbilanz“, sagt der Erste Polizeihauptkommissar Thomas Obst, Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Mettmann.

 

Im Jahr 2025 verletzten sich insgesamt 567 Menschen auf einem Fahrrad oder Pedelec. Das entspricht einem Anstieg von rund 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

Um gegenzusteuern, setzt die Polizei verstärkt auf Präventionsangebote. In Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht des Kreises Mettmann werden unter anderem kostenlose Trainings und Kurse angeboten, in denen der sichere Umgang mit Pedelecs vermittelt wird.

 

„Verkehrsunfälle sind keine Naturereignisse“

Für die Polizei steht dabei vor allem die Vermeidung schwerer Unfälle im Mittelpunkt.

 

„Hinter jeder Zahl in der Statistik steht ein Mensch – ein Verletzter, eine Familie, ein Schicksal. Unser Ziel ist es deshalb, insbesondere schwere oder gar tödliche Verkehrsunfälle zu verhindern. Das gelingt aber nur gemeinsam, denn Verkehrsunfälle sind keine Naturereignisse – sie passieren, weil Menschen Fehler machen. Deshalb kann jeder Einzelne durch Aufmerksamkeit und Rücksicht dazu beitragen, Unfälle zu verhindern“, sagt der Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Mettmann, der leitende Polizeidirektor Holger Schepanski.

 

Die vollständige Verkehrsunfallbilanz 2025 ist im Jahresbericht der Kreispolizeibehörde Mettmann HIER abrufbar.

 

Quelle+Symbolbild: Kreispolizei Mettmann, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 


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