Toller Service: Rheinbahn bietet in Langenfeld „Halt auf Wunsch“ an

Fahrgäste können zwischen 21 und 6 Uhr auch abseits der regulären Haltestellen aussteigen.

Gerade in der dunkleren Jahreszeit kann ein kürzerer Fußweg von der Bushaltestelle bis zur eigenen Haustür für ein besseres Sicherheitsgefühl sorgen. Die Rheinbahn erinnert deshalb an ihren bislang offenbar wenig bekannten Service „Halt auf Wunsch“. Das Angebot gilt auch in Langenfeld.

Zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens können Fahrgäste in Bussen der Rheinbahn darum bitten, zwischen zwei regulären Haltestellen aussteigen zu dürfen. Voraussetzung ist, dass die gewünschte Stelle am normalen Linienweg liegt und der Bus dort gefahrlos und verkehrsrechtlich zulässig halten kann. Die Entscheidung trifft deshalb das Fahrpersonal.

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Wunsch wird im Bus angemeldet

Die gelegentlich verwendete Bezeichnung „Halt auf Handzeichen“ ist etwas missverständlich. Der Bus wird nicht von außen angehalten. Vielmehr wird der Wunsch aus dem Bus heraus geäußert.

Fahrgäste müssen dem Fahrer oder der Fahrerin spätestens eine Haltestelle vor dem gewünschten Ausstieg persönlich Bescheid geben. Noch besser ist es nach Angaben der Rheinbahn, den Wunsch bereits beim Einstieg anzumelden. Der normale Druck auf den Halteknopf reicht für einen außerplanmäßigen Halt nicht aus.

Nach dem Zwischenhalt sollen die Fahrgäste vorne beim Fahrpersonal aussteigen. Die genauen Regeln beschreibt die Rheinbahn auf ihrer Seite zum Mobilitätsservice.

Diese Rheinbahn-Linien fahren durch Langenfeld

In Langenfeld betrifft das Angebot insbesondere diese beiden Linien:

  • 785: verbindet Langenfeld über Hilden mit Düsseldorf. In Langenfeld führt die Strecke unter anderem über den S-Bahnhof, die Stadtmitte und Richrath.
  • 787: erschließt verschiedene Bereiche Langenfelds und verbindet unter anderem die Karl-Benz-Straße, Berghausen, das Briefzentrum und die Carl-Leverkus-Straße.

Daneben fahren in Langenfeld mehrere Linien der Bahnen der Stadt Monheim und anderer Verkehrsunternehmen. Dazu gehören beispielsweise die Linien 777, 790 und 791. Ob dort vergleichbare Möglichkeiten bestehen, richtet sich nach den Regeln des jeweils zuständigen Verkehrsunternehmens. Die aktuelle Rheinbahn-Mitteilung bezieht sich ausdrücklich auf die Busse der Rheinbahn.

Nicht an jeder beliebigen Stelle möglich

Der Bus darf nicht an jeder gewünschten Stelle halten. Ausgeschlossen sind beispielsweise Kreuzungen, unübersichtliche Kurven, Baustellen oder andere gefährliche Straßenbereiche. Auch der übrige Verkehr darf durch den Zwischenhalt nicht gefährdet werden.

Der Service richtet sich besonders an Frauen, Jugendliche und ältere Menschen, kann aber von allen Fahrgästen genutzt werden. Ziel ist es, nächtliche Fußwege zu verkürzen und den Fahrgästen auf dem Heimweg mehr Sicherheit zu geben.

 

Quelle: Rheinbahn
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de

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