
Wie soll die Langenfelder Innenstadt künftig aussehen? Wo braucht es mehr Grün, bessere Aufenthaltsmöglichkeiten oder neue Angebote? Mit dem Projekt „Innenstadt Langenfeld 2040+“ hat die Stadtverwaltung dieser Tage einen Prozess gestartet, aus dem konkrete und möglichst förderfähige Maßnahmen für die Posthornstadt hervorgehen sollen.
Die Bürgergemeinschaft Langenfeld begrüßt das Vorhaben. Auf ihrer Website erklärt die B/G/L, eine attraktive und lebendige Innenstadt sei eines ihrer zentralen Themen im Kommunalwahlkampf 2025 gewesen. Gefordert habe sie unter anderem mehr Aufenthaltsqualität, mehr Grün, zusätzliche Kulturveranstaltungen, attraktive Gastronomie und gute Bedingungen für den Einzelhandel.
Nicht nur Handel im Blick
Nach Angaben der Stadt soll gemeinsam mit dem Dortmunder Stadtentwicklungs- und Beratungsbüro Stadt + Handel zunächst ein langfristiges Zukunftsbild entwickelt werden. Die Ergebnisse sollen anschließend als Grundlage für ein Integriertes Handlungskonzept dienen.
Dabei geht es nicht allein um Geschäfte und Ladenlokale. Untersucht werden sollen auch die Gestaltung von Straßen und Plätzen, die Folgen des Klimawandels, mögliche neue Nutzungen für Immobilien sowie Kultur-, Freizeit- und Veranstaltungsangebote.
Langenfeld startet dabei von einer vergleichsweise stabilen Grundlage. Nach Angaben des städtischen Flächenmanagements gibt es in der Innenstadt mehr als 150 Betriebe und knapp 37.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche. Die angegebene Leerstandsquote im Hauptzentrum liegt bei 4,5 Prozent. Dennoch verändern der Onlinehandel und ein verändertes Besuchsverhalten die Anforderungen an die Innenstadt.
Ein Spaziergang bildet den Auftakt
In den kommenden Monaten sollen Gewerbetreibende, Gastronomen, Immobilieneigentümer, Vereine, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Politik sowie Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden. Auch für Kinder und Jugendliche sind eigene Beteiligungsmöglichkeiten vorgesehen.
Ein erster sichtbarer Schritt ist ein Innenstadtspaziergang Anfang September. Daran sollen zunächst rund 20 eingeladene Vertreter verschiedener Bereiche teilnehmen. Später sind Gespräche, Workshops und weitere Beteiligungsformate geplant.
Darüber hinaus sucht die Stadt sogenannte „Stadtmacher“ – Menschen, Unternehmen und Initiativen, die nicht nur Ideen einreichen, sondern sich möglicherweise auch an deren Umsetzung beteiligen möchten.

Der Zeitplan reicht bis 2027
Die B/G/L schreibt auf ihrer Website, dass bis Ende 2026 ein Maßnahmenkatalog mit konkreten Ideen entstehen soll. Nach den Angaben der Stadt läuft der gesamte Planungs- und Beteiligungsprozess allerdings bis zum Frühjahr 2027.
Am Ende sollen ein gemeinsames Zukunftsbild, räumliche und inhaltliche Schwerpunkte sowie ein abgestimmtes Maßnahmenprogramm stehen. Dazu könnten bauliche Veränderungen ebenso gehören wie neue Veranstaltungen, Kooperationen oder Projekte zur Belebung einzelner Bereiche.
Entscheidend ist die Umsetzung
Die Bürgergemeinschaft verbindet ihre Zustimmung mit einer klaren Erwartung: Ein Konzept allein verändere noch keine Innenstadt. Entscheidend sei, welche Vorschläge anschließend tatsächlich umgesetzt und finanziert werden könnten. Die B/G/L kündigt an, den weiteren Prozess politisch aktiv zu begleiten.
Quelle: Bürgergemeinschaft Langenfeld, Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de/KI-Visualisierung
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