
In diesem Sommer können die Nutzer und Anlieger der A59 zwischen dem Düsseldorfer Süden und Monheim noch durchschnaufen: der erste Teil der Sanierung ist beendet. Doch der zweite Teil auf der Gegenrichtung steht bekanntlich ab dem letzten Quartal 2026 bevor. Und daran wird sich auch nichts ändern. Das geht aus einer Auskunft der Düsseldorfer Stadtverwaltung an die Bezirksvertretung 10 in den betroffenen Stadtteilen Garath und Hellerhof hervor.
Bei der Gelegenheit wurde außerdem erläutert, was die Betroffenen während der geplanten Großbaustelle auf der parallel verlaufenden Bahnstrecke zu erwarten haben.
Verschiebung und zweispurige Verkehrsführung abgelehnt
Wie berichtet, hatte die Bezirksvertretung ein paar Alternativvorschläge vorgelegt, die das zu erwartende Chaos entzerren könnten. Doch darauf lässt sich die Autobahn GmbH nicht ein: „Ein Aufschub der Arbeiten (…) ist aufgrund des schlechten Zustands der Betonplatten nicht möglich“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. „Eine Verzögerung kann im ungünstigsten Fall aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen zu einer ungeplanten Vollsperrung der gesamten Richtungsfahrbahn führen. Auch während der derzeitigen Arbeiten an der Richtungsfahrbahn Fahrtrichtung Leverkusen musste bereits eine größere Anzahl von abgängigen Betonfahrbahnplatten auf der Richtungsfahrbahn Fahrtrichtung Düsseldorf unter kurzzeitigen Vollsperrungen ausgetauscht werden, um einen Weiterbetrieb dort zu ermöglichen.“
Auch eine zweispurige Verkehrsführung in Fahrtrichtung Düsseldorf auf der Richtungsfahrbahn Leverkusen wurde verworfen: „Bei dieser Varianten wären u.a. alle Anschlussstellen zwischen den Dreiecken Monheim-Süd und Düsseldorf-Süd geschlossen. Auch die Rettungsdienste hätten mit dieser Verkehrsführung große Probleme.“ Daher werde es also wie vorgesehen eine 2:0-Verkehrsführung in Richtung Leverkusen geben.
Und die Variante mit zwei aufeinanderfolgenden Bauphasen ist vom Tisch, weil sich dadurch die Bauzeit verdoppeln würde.
Es bleibt also beim Startschuss im Herbst – allerdings gibt es noch kein konkretes Datum.
Neue Details: Wann sich die Probleme auf der A59 und Bahnstrecke verschärfen können
Ergänzend dazu erläuterte das Düsseldorfer Amt für Verkehrsmanagement den Fahrplan für die Bahnsanierung.
Demnach ist folgender Ablauf terminiert:
21. August 2026, 21 Uhr, bis 4. September 2026, 21 Uhr: Komplettsperrung der Bahnstrecke zwischen Düsseldorf Hbf und Köln-Mülheim
Das bedeutet für die einzelnen Linien:
- Der RE1 (RRX) wird linksrheinisch über Neuss und Dormagen umgeleitet
- Der RE5 (RRX) fällt zwischen Köln und Düsseldorf aus
Eine Änderung für die Expresslinien ergibt sich anschließend in der Zeit vom 4. September 2026, 21 Uhr, bis 4. Dezember 2026, 21 Uhr:
- Der RE1 (RRX) fährt in Richtung Köln und Aachen, hält aber nicht in D-Benrath
- Umgekehrt: Der RE5 (RRX) kann in Richtung Köln und Koblenz in D-Benrath halten, dafür entfällt der Halt in K-Mülheim
- In Richtung Düsseldorf verkehren der RE1 (RRX) sowie RE5 (RRX) planmäßig mit allen Halten
Der RRX-Betrieb wird also nur teilweise eingeschränkt.
Fahrgäste der S6 und der S68 dagegen brauchen wahrlich gute Nerven: Im gesamten Zeitraum vom 21. August bis 4. Dezember 2026 fallen alle Fahrten zwischen Köln-Mülheim – Leverkusen Mitte – Langenfeld – D-Benrath – Düsseldorf aus.
Stattdessen wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Bedeutet demnach: Zumindest im Zeitraum der gemeinsamen Komplettsperrung für S-Bahn und RRX (also 21. August bis 4. September) dürfte die A59 voraussichtlich in beiden Richtungen noch befahrbar sein, prognostiziert die Düsseldorfer Verwaltung.
Wenn dann irgendwann im späteren Verlauf die Sanierung der A59 fortgesetzt wird, stehen zwar deutlich weniger Verbindungen zur Verfügung, aber immerhin verkehren teilweise die Rhein-Ruhr-Expresse. Allerdings werden diese dann auch entsprechend gut frequentiert sein.
Und: Den Pendlern aus Langenfeld wird das auch nicht viel nutzen – sie sind dann komplett auf den SEV angewiesen.
Und ob das die Anwohner beruhigt, dürfte auch fraglich sein.
Fest steht: Der Herbst wird dann – wohl ab Oktober – erneut zur Nagelprobe für den Verkehr.
Bericht: KA
Fotos/Montage: anzeiger24.de
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