Brücken auf dem Prüfstand: Stadt legt Sanierungsfahrplan bis 2031 vor

Wieselweg-Brücke bereits gesperrt – mehrjähriges Sanierungsprogramm geplant

In seiner Sitzung am 11. Juni wird sich der Bau- und Verkehrsausschuss über den aktuellen Zustand der städtischen Brücken und Durchlässe informieren lassen. Der von der Verwaltung vorgelegte Sachstandsbericht zeigt, dass die meisten Bauwerke zwar weiterhin sicher genutzt werden können, an mehreren Stellen jedoch Sanierungsbedarf besteht. Kritisch ist die stark beschädigte Fuß- und Radwegbrücke am Wieselweg, die wegen diverser Schäden bereits gesperrt ist.

Mehrjähriges Sanierungsprogramm geplant

Grundlage des Berichts sind umfangreiche Bauwerksprüfungen, die in den vergangenen Monaten durchgeführt wurden. Auf Basis der Ergebnisse hat die Verwaltung ein Sanierungskonzept mit einem Planungshorizont bis 2031 erstellt. Vorgesehen sind insbesondere Maßnahmen zur Betoninstandsetzung, zum Korrosionsschutz sowie zur Anpassung von Geländern, um die Anforderungen an die Verkehrssicherheit und den Radverkehr zu erfüllen. Für die Jahre 2027 bis 2031 sollen hierfür schrittweise Haushaltsmittel bereitgestellt werden.

Akuter Handlungsbedarf an der Brücke Wieselweg

Den dringendsten Fall stellt die Fuß- und Radwegbrücke am Wieselweg dar. Bei einer vertieften Untersuchung wurden erhebliche Schäden an der Holzkonstruktion festgestellt. Verrottete Tragelemente, Fäulnisschäden und Mängel am Belag führten dazu, dass die Brücke nach gutachterlicher Empfehlung bereits gesperrt werden musste.
Eine Sanierung würde nach Schätzungen rund 86.000 Euro kosten. Ein Neubau aus Aluminium wäre mit etwa 120.000 Euro zwar teurer, langfristig jedoch wirtschaftlicher. Dennoch empfiehlt die Verwaltung keinen Ersatzneubau. Nach ihrer Einschätzung besitzt die Brücke nur eine geringe Bedeutung für das Verkehrsnetz, da alternative Wege zu dem angrenzenden Spielplatz vorhanden sind und lediglich geringe Umwege von etwa 50 bis 150 Metern entstehen würden. Deshalb soll die Brücke künftig vollständig abgebaut werden.

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Kirschstraße kann erhalten werden

Deutlich positiver fällt die Bewertung der Brücke an der Kirschstraße aus. Ein Gutachter bescheinigt dem Bauwerk eine solide Grundsubstanz. Die Stadt plant daher eine Instandsetzung im Zuge der ohnehin vorgesehenen Straßen- und Kanalbaumaßnahmen.

Weitere Brücken werden beobachtet

Auch bei den Bahnbrücken an der Brandsackerstraße und am Knochenberg wurden Schäden festgestellt. Hier laufen derzeit die Vorbereitungen für Sanierungsplanungen. Die Verwaltung hat bereits entsprechende Ingenieurbüros zur Angebotsabgabe aufgefordert.

Darüber hinaus betreut die Stadt insgesamt 85 Durchlässe an Gewässern. Diese werden regelmäßig überprüft und befinden sich nach Angaben der Verwaltung unter laufender Beobachtung.

Insgesamt vermittelt der Bericht ein differenziertes Bild. Während einzelne Bauwerke wie die Wieselweg-Brücke nicht mehr wirtschaftlich zu erhalten sind, können zahlreiche andere Brücken durch gezielte Investitionen langfristig gesichert werden. Mit dem vorgestellten Sanierungskonzept will die Stadt die Verkehrssicherheit ihrer Brücken und Durchlässe auch in den kommenden Jahren gewährleisten.

Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT

Fotos/Video: KI-generiertes Bild


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