Neuer Fall von „Kettentrick“: Ehering und Goldschmuck unbemerkt an sich gerissen

Polizei warnt vor heimtückischer Masche: Opfer werden abgelenkt und bestohlen

Wieder fiel eine Seniorin in Langenfeld auf einen „Kettentrick“ herein. Bei dieser Masche entwenden Betrüger unbemerkt den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer. Am Dienstag, 15. September 2026, gegen 11:45 Uhr, wurde eine 92-jährige Dame auf der Straße Zum Stadion von einer unbekannten Frau angesprochen. Sie bot einen Ring und eine Kette zum Verkauf an.

Als sie der Langenfelderin den vermeintlich hochwertigen Schmuck anlegte, schnappte sie sich den goldenen Ehering mit einem Brillanten und die Goldkette mit einem Herz-Anhänger und ergriff sogleich die Flucht.

 

L-12-junited-Autoglas

 

Die Seniorin konnte der Polizei eine Beschreibung der Täterin geben:

  • zwischen 20 und 30 Jahre alt
  • mit dunklen, langen Haaren und dunklen Augen
  • mit „südländischem“ Erscheinungsbild
  • „elegant“ gekleidet mit einem glitzernden, schwarzen Oberteil

Die Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise: Wer hat zur angegebenen Tatzeit verdächtige Personen oder Tätigkeiten am Stadion beobachtet? Die Wache in Langenfeld ist jederzeit unter 02173 288-6310 erreichbar.

 

So funktioniert der Kettentrick: Kriminelle fragen nach dem Weg – und nutzen körperliche Nähe aus

Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen im öffentlichen Raum – Straßen, Plätze oder Cafés – Kontakt zu ihren Opfern auf. Sie bitten beispielsweise um eine Auskunft, bzw. eine Wegbeschreibung zu einem Krankenhaus oder öffentlichen Gebäude. Oft werden die Zielpersonen aus einem langsam fahrenden Auto heraus angesprochen.

 

Die Betrüger täuschen eine „überschwängliche Dankbarkeit vor“ und bieten billigen Modeschmuck (Kette, Armband, Ring, …) als „Geschenk“ an. So soll das Opfer „überrumpelt und abgelenkt“ werden. Die Kriminellen geben dann „Hilfe“ beim Anlegen des Schmucks vor, inklusive Umarmung oder Anfassen von Händen oder Unterarmen.

Während die Diebe nun den Modeschmuck anlegen, öffnen sie zeitgleich den Verschluss des echten Schmuckstücks und lassen es sozusagen „mitgehen“. Dann entfernen sie sich schnell – und die Bestohlenen bemerken erst dann den dreisten Raub.

 

Daher empfiehlt die Kreispolizei Mettmann:

  • Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern.
  • Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein.
  • Suchen Sie zudem offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen.
  • Sprechen Sie gezielt andere Passanten an oder rufen Sie um Hilfe.
  • Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer schnellen Fahndung zu eröffnen.
  • Oder: Suchen Sie die nächste Polizeiwache auf.

 

Quelle/Foto: Kreis Mettmann
bearb.: KA

 

Weitere Nachrichten aus Langenfeld gibt es unter www.anzeiger24.de/langenfeld/news/

 

Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?

Schreib uns an presse@deinlangenfeld.de.
Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!

 


Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an

presse@anzeiger24.de

oder als Kommentar bei Facebook.

Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.