Hauptstraße soll für Fußgänger sicherer werden

Wer die Hauptstraße in der Langenfelder Innenstadt überqueren möchte, hat es offenbar nicht immer leicht. Besonders ältere Menschen mit Rollator sowie Eltern mit Kinderwagen sollen an der stark befahrenen Straße Schwierigkeiten haben. Die Stadtverwaltung soll deshalb prüfen, wie Fußgängern das Überqueren erleichtert werden kann. Das geht aus dem Protokoll der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses vom 11. Juni 2026 hervor.

Tempo 20 wird häufig übersehen

Angestoßen wurde die Diskussion durch einen Antrag der FDP-Fraktion. Ausschussmitglied Beate Wagner verwies darauf, dass die geltende Tempo-20-Regelung auf der Hauptstraße von Autofahrern offenbar häufig nicht ausreichend wahrgenommen werde. In anderen Bereichen der Stadt, beispielsweise in Richrath, werde die Geschwindigkeitsbegrenzung durch deutlich sichtbare Markierungen auf der Fahrbahn hervorgehoben. Auf der Hauptstraße sei die Regelung dagegen weniger auffällig gestaltet. Die FDP schlug deshalb vor, die Tempo-20-Zone beispielsweise durch größere oder farbige Fahrbahnmarkierungen deutlicher kenntlich zu machen.

Verwaltung bestätigt Schwierigkeiten

Die Verwaltung bestätigte, dass das Überqueren der Hauptstraße insbesondere für Fußgänger schwierig sein kann. Zusätzliche Hinweisschilder oder Piktogramme auf der Fahrbahn seien grundsätzlich denkbar. Die vorhandenen Platzverhältnisse und der Begegnungsverkehr setzten solchen Maßnahmen allerdings Grenzen.

Geprüft werden sollen deshalb auch Querungshilfen oder andere kleinere Veränderungen. Selbst ein Fußgängerüberweg wurde in der Diskussion nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Voraussetzung dafür wäre jedoch, dass eine entsprechend hohe Verkehrsbelastung und ein konkreter Bedarf nachgewiesen werden können. Nach Angaben der Verwaltung hatten frühere Geschwindigkeitskontrollen bereits dazu geführt, dass Autofahrer auf der Hauptstraße langsamer unterwegs waren.

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Gesamtkonzept statt einzelner Maßnahmen

Mehrere Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, nicht nur einzelne Markierungen oder Schilder anzubringen. Die Situation auf der Hauptstraße und im Bereich Auf dem Sändchen solle vielmehr im Zusammenhang mit dem neuen Integrierten Handlungskonzept für die Innenstadt betrachtet werden.

Dieses Konzept soll konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Innenstadt enthalten. Für einzelne Projekte könnten möglicherweise Mittel aus der Städtebauförderung beantragt werden. Ziel ist deshalb eine zusammenhängende Lösung statt einzelner Veränderungen, die später möglicherweise wieder angepasst werden müssen.

Mehrheit stimmt für Prüfung

Der Bau- und Verkehrsausschuss beauftragte die Verwaltung schließlich, weitere Möglichkeiten zur Erleichterung der Straßenquerung zu prüfen und dem Ausschuss darüber zu berichten. Der Beschluss fiel allerdings nicht einstimmig: Neun Mitglieder stimmten dafür, fünf dagegen, zwei enthielten sich. Damit bleibt zunächst offen, welche konkreten Maßnahmen auf der Hauptstraße umgesetzt werden und wann Fußgänger mit Verbesserungen rechnen können.

 

Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de

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