Langenfeld und Erkrath kaufen Rettungswagen gemeinsam

Die beiden Städte bündeln bei der Beschaffung neuer Rettungswagen ihre Kräfte

Wenn Kommunen gemeinsam einkaufen, kann sich das rechnen. Langenfeld und Erkrath haben deshalb beschlossen, bei der Beschaffung neuer Rettungstransportwagen (RTW) zusammenzuarbeiten. Die entsprechenden Vereinbarungen sind getroffen und inzwischen ist sogar schon die gemeinsame europaweite Ausschreibung gestartet.

Hintergrund ist die starke Beanspruchung der Fahrzeuge. Rettungswagen sind täglich im Einsatz und müssen deshalb regelmäßig ersetzt werden. Der Kreis Mettmann hatte der Zusammenarbeit bereits im April grünes Licht gegeben.

Ursprünglich 13 neue Rettungswagen geplant

Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung sah zunächst die gemeinsame Beschaffung von insgesamt 13 Fahrzeugen vor. Davon sollten acht RTW nach Langenfeld und fünf nach Erkrath gehen.

Die Idee dahinter: Statt jede Stadt für sich ausschreiben und bestellen zu lassen, werden die Bedarfe gebündelt. Dadurch erhoffen sich die Beteiligten günstigere Einkaufskonditionen, bessere Liefermöglichkeiten und weniger Aufwand bei den aufwendigen Vergabeverfahren.

Federführend ist die zentrale Vergabestelle der Stadt Erkrath. Die technische Abnahme der neuen Fahrzeuge soll indes von den Technikabteilungen der Feuerwehren beider Städte gemeinsam vorgenommen werden.

 

L-13-Nu-Quisine

 

Auch Reservewagen sollen gemeinsam genutzt werden

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten geht aber über den gemeinsamen Einkauf hinaus. Langenfeld und Erkrath wollen nämlich künftig auch bei Reservefahrzeugen kooperieren. Fällt ein Rettungswagen aus, soll unter bestimmten Voraussetzungen ein Fahrzeug der anderen Stadt genutzt werden können.

Gerade bei längeren Reparaturen könnte das interessant sein: Die Feuerwehren müssen dadurch möglicherweise seltener kurzfristig Ersatzfahrzeuge anmieten.

Mettmann will ebenfalls mitmachen

Das Modell könnte zudem Schule machen. Denn inzwischen hat auch die Stadt Mettmann angekündigt, sich bei künftigen Beschaffungen der Kooperation anschließen zu wollen. Dort stehen die nächsten regulären Ersatzbeschaffungen von Rettungswagen ab 2029 an.

Damit könnte aus der Zusammenarbeit von Langenfeld und Erkrath langfristig eine größere kommunale Einkaufsgemeinschaft für Rettungsfahrzeuge im Kreis Mettmann entstehen.

Für die Bürger ist das vor allem unter zwei Gesichtspunkten interessant: Die Städte wollen Steuergeld effizienter einsetzen und gleichzeitig dafür sorgen, dass trotz Reparaturen und Fahrzeugwechseln ausreichend Rettungswagen zur Verfügung stehen.

 

Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de

Weitere News aus Deiner Stadt gibt es hier

 


Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an presse@anzeiger24.de

oder als Kommentar bei Facebook.
Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.


Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?

Schreib uns an presse@deinlangenfeld.de.
Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!