
Gefälschte Rechnungen, Tausende Geschädigte und ein Schaden in Millionenhöhe: Der Bundesgerichtshof hat die Urteile gegen drei Männer in einem bundesweiten Betrugsverfahren bestätigt. Damit sind die verhängten Freiheitsstrafen rechtskräftig. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen beschlagnahmte die Polizei in Düsseldorf, Ratingen und Langenfeld Beweismittel und sicherte aufgefundenes Bargeld, weitere Vermögenswerte und Betäubungsmittel, sowie eine scharfe Schusswaffe.
Über 150.000 falsche Rechnungen verschickt
Die Täter waren Teil einer international agierenden Bande, die ab September 2020 mehr als 150.000 fingierte Gerichtskostenrechnungen aus dem Raum Düsseldorf verschickte. Die Schreiben erweckten den Eindruck, Gebühren für Handelsregistereintragungen zu verlangen.
Rund 3.000 Unternehmen und Vereine ließen sich täuschen und überwiesen jeweils mehrere hundert Euro. Insgesamt entstand ein finanzieller Schaden von etwa 2,7 Millionen Euro.
Haftstrafen von mehr als drei bis viereinhalb Jahren
Der Bundesgerichtshof verwarf am 30. Juli 2026 die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Detmold aus dem November 2024. Damit stehen die Haftstrafen fest:
Ein 45-jähriger Deutscher wurde wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in 229 Fällen zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Ein 49-jähriger Lette erhielt wegen 198 Fällen vier Jahre und drei Monate. Ein 67-jähriger Este wurde wegen Beihilfe in 179 Fällen zu drei Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.
bearb. GT
Quelle: Kreispolzeibehörde Mettmann
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