
Wer in Langenfeld falsch parkt, muss damit rechnen, zur Kasse gebeten zu werden. Im vergangenen Jahr verteilte die Stadt knapp 7.500 Knöllchen. Dadurch kamen rund 190.000 Euro zusammen. Ganz vollständig sind diese Zahlen allerdings möglicherweise nicht. Die Stadt weist darauf hin, dass abgeschlossene Verfahren nach einem halben Jahr gelöscht werden und deshalb später nicht mehr in die Auswertung einfließen können.
Es geht nicht ums Geld, sondern um Ordnung
Die Stadt betont, dass die Kontrollen nicht dazu dienen sollen, die Stadtkasse zu füllen. Vielmehr gehe es darum, für Sicherheit und Ordnung auf Langenfelds Straßen zu sorgen und den Verkehr am Laufen zu halten.
Bürgermeister Gerold Wenzens brachte das kürzlich im Zusammenhang mit der neuen Sicherheitsoffensive auf den Punkt: Er wolle die Kontrollen nicht im Stadtsäckel spüren, sondern im Stadtbild sehen.

Denn ohne regelmäßige Kontrollen dürfte sich das Bild auf den Straßen schnell verändern. Gehwege würden vermutlich häufiger als zusätzliche Parkflächen genutzt, Einmündungen zugestellt und Zufahrten blockiert. Für Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollator könnte dann an vielen Stellen kaum noch ein Durchkommen sein. Auch Rettungsfahrzeuge, Lieferdienste und der übrige Verkehr würden behindert.
Einnahmen sind nicht gleich Gewinn
Den Einnahmen von 190.000 Euro stehen erhebliche Kosten gegenüber. Für die Parkraumüberwachung sind drei Politessen und ein Mitarbeiter im Innendienst im Einsatz. Hinzu kommen Arbeitsanteile weiterer Beschäftigter des Außendienstes sowie allgemeine Verwaltungs- und Sachkosten.
Nur wenige wehren sich
Gegen die Knöllchen wurde im vergangenen Jahr nur achtmal Einspruch eingelegt. In fünf Fällen gab die Stadt den Betroffenen recht. Auch diese Zahlen könnten wegen der Löschung älterer Verfahren leicht unvollständig sein.
Gemessen an insgesamt knapp 7.500 Fällen ist die Zahl der Einsprüche verschwindend gering. Gleichzeitig zeigt sich: Wer einen nachvollziehbaren Grund hat und einen Fehler vermutet, kann mit seinem Einspruch durchaus Erfolg haben.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de / KI generiert
Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an presse@anzeiger24.de
oder als Kommentar bei Facebook.
Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.
Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?
Schreib uns an presse@deinlangenfeld.de.
Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!
