Wie die Franken lebten: Historisches Lager kehrt nach Haus Bürgel zurück

Handwerk, Feuerstellen und Modenschauen: Haus Bürgel blickt 1.500 Jahre zurück

Wer schon immer wissen wollte, wie die Menschen vor rund 1.500 Jahren am Niederrhein gelebt haben, erhält am Wochenende des 20. und 21. Juni auf Haus Bürgel eine besondere Gelegenheit. Auf der Museumswiese hinter dem historischen Gebäude findet zum zweiten Mal ein großes Frankenlager statt. Besucher können dabei in die Zeit zwischen dem Ende der Römerherrschaft und dem Aufstieg der Karolinger eintauchen.

Geschichte zum Anfassen

Mehrere Gruppen historischer Darsteller schlagen ihre Lager auf und zeigen anschaulich, wie die Franken zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert lebten. Im Mittelpunkt stehen Handwerk, Alltagsleben und Militärwesen jener Zeit. Gezeigt werden unter anderem das Schnitzen von Löffeln und Knochen, das Mahlen von Getreide mit historischen Mühlen sowie das Kochen über offenem Feuer. Auch Fragen der Besucher sind ausdrücklich erwünscht.

Haus Bürgel als historischer Schauplatz

Der Veranstaltungsort ist bewusst gewählt. Haus Bürgel blickt auf eine lange Geschichte zurück und war ursprünglich eine römische Befestigungsanlage. Nachdem die Römer ihre Herrschaft verloren hatten, übernahmen die Franken die Anlage. Noch heute erinnert der erhaltene Eckturm an diese Epoche. Das Frankenlager knüpft damit unmittelbar an die Geschichte des Ortes an.

Modenschauen und Museum

Ein besonderer Programmpunkt sind die historischen Modenschauen. Mehrmals täglich wird gezeigt, wie sich Kleidung und Ausrüstung der Franken vom 4. bis zum 8. Jahrhundert verändert haben. Darüber hinaus können Besucher das Römische Museum, den archäologischen Außenpfad sowie den historischen Nutzgarten erkunden.

Familienfreundlicher Ausflug

Das Frankenlager und das Römische Museum sind an beiden Tagen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Besuch des Frankenlagers selbst ist kostenfrei. Lediglich für das Museum wird der reguläre Eintritt erhoben. Da direkt am Haus Bürgel keine Parkmöglichkeiten bestehen, empfehlen die Veranstalter die Anreise mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Bus der Linie 788.

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Ein Stück Frühgeschichte vor der Haustür

Haus Bürgel zählt zu den bedeutendsten historischen Orten in der Region. Mit dem Frankenlager wird Geschichte nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht. Gerade für Familien bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, Archäologie und Frühgeschichte auf lebendige Weise kennenzulernen – weit entfernt vom klassischen Museumsbesuch hinter Glasscheiben.


Quelle: Haus Bürgel

Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de


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