
Menschen mit Autismus, ADHS, Demenz, Angststörungen, chronischen Erkrankungen oder anderen nicht sichtbaren Beeinträchtigungen könnten in Langenfeld künftig einfacher Unterstützung erhalten. Der Rat soll am 23. Juni über einen Beitritt der Stadt zur internationalen Initiative „Hidden Disabilities Sunflower“ entscheiden.
Diskretes Signal statt langer Erklärungen
Kern des Projekts ist ein grünes Schlüsselband mit einer Sonnenblume. Wer es trägt, kann damit diskret signalisieren, dass er in bestimmten Situationen etwas mehr Zeit, Geduld oder Unterstützung benötigt. Welche Einschränkung vorliegt, muss dabei nicht offengelegt werden.
Gerade bei Behördengängen oder in stressigen Situationen soll das Symbol helfen, Missverständnisse zu vermeiden und Verständnis zu schaffen.
Ausgabe im Bürgerbüro geplant
Die Bänder sollen künftig kostenlos im Bürgerbüro erhältlich sein. Nachweise oder Bescheinigungen wären nicht erforderlich. Gleichzeitig sollen Mitarbeiter der Stadt geschult werden, damit sie auf die Bedürfnisse der Betroffenen besser eingehen können.
International bereits weit verbreitet
Das Sonnenblumen-Symbol wird bereits in vielen Ländern genutzt. Zu den Unterstützern gehören Flughäfen, Verkehrsunternehmen, Behörden und Freizeiteinrichtungen. In Deutschland beteiligen sich unter anderem die Flughäfen Berlin-Brandenburg und Stuttgart sowie die Stadt München.
Zunächst auf zwei Jahre befristet
Die Verwaltung sieht in dem Projekt einen weiteren Schritt zu mehr Inklusion und Barrierefreiheit. Die Kosten belaufen sich auf rund 3.700 Euro im ersten Jahr und etwa 2.300 Euro in den Folgejahren.
Zunächst soll das Projekt für zwei Jahre getestet und anschließend ausgewertet werden. Auf Grundlage dieser Erfahrungen soll dann über eine Fortführung entschieden werden.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de
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