
Wir sind von Mitgliedern unserer Community auf ein auffälliges Pop-up auf der Startseite der Stadt Langenfeld aufmerksam gemacht worden. Viele Nutzer zeigen sich irritiert. Bei dem eingeblendeten Fenster fehlt die Möglichkeit, das Pop-up abzuwählen oder abzulehnen.
Worum es bei dem Pop-up geht
Bei dem eingeblendeten Fenster handelt es sich um eine Abfrage zur Aktivierung des externen Dienstes „Eye-Able“. Dieser Service soll die Barrierefreiheit der Website verbessern – etwa durch Funktionen wie Vorlesen von Texten, Anpassung von Kontrasten oder Veränderung der Schriftgröße. Das macht die Nutzung der Website zugänglicher, z.B. für Menschen mit Seh- oder Leseschwierigkeiten.
Gute Absicht, problematische Umsetzung
Die Kritik richtet sich dabei nicht gegen den Service selbst, sondern nur gegen seine konkrete Umsetzung auf der Website. Das Pop-up bietet nämlich lediglich die Optionen „Ja“ oder „Immer“, nicht jedoch eine Möglichkeit zur Ablehnung. Für viele Nutzer entsteht dadurch der Eindruck, sie müssten eine Entscheidung treffen, ohne eine echte Wahl zu haben. Hinzu kommt, dass es auch keine Erklärung gibt, was „Eye-Able“ überhaupt ist.

Gerade im Kontext von Barrierefreiheit ist das problematisch. Denn ein aufdringliches oder nicht eindeutig schließbares Fenster kann selbst zur Barriere werden, etwa für Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder für Nutzer, die auf eine einfache Navigation angewiesen sind.
Blick in andere Städte
Ein Vergleich mit anderen Kommunen zeigt: Der Einsatz von „Eye-Able“ oder ähnlichen Diensten ist durchaus verbreitet. Allerdings wird dort häufig eine ausgewogenere Lösung gewählt. Nutzer können die Funktion aktivieren, aber ebenso problemlos ablehnen oder das Pop-up schließen.
Das Pop-up auf der Langenfelder Startseite erfüllt diesen Anspruch derzeit nicht. Dies macht deutlich, dass digitale Barrierefreiheit mehr ist als technische Ergänzungen – sie erfordert auch eine durchdachte, nutzerfreundliche Gestaltung.
Quelle: Stadt Langenfeld
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de
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